Sehenswürdigkeiten in Potsdam

Potsdam, eine Stadt südwestlich von Berlin, ist für ihre historischen Gebäude und Grünanlagen bekannt. Sie war einst die Residenzstadt der Preußischen Könige und ihre kulturelle Bedeutung wurde von der UNESCO anerkannt. Seit 2019 ist Potsdam auch Teil des UNESCO-Filmstadt-Netzwerks. Hier befindet sich das Studio Babelsberg, eines der führenden Filmateliers in Deutschland und Europa. Seit dem 19. Jahrhundert hat sich die Stadt zu einem Zentrum der Wissenschaft entwickelt, mit mehreren Hochschulen und Forschungsinstituten. Wenn du bei uns übernachtest, findest du viele Sehenswürdigkeiten in der Nähe, die perfekt sind, um die Stadt zu erkunden.

Schloss Sanssouci

Potsdam ist unverkennbar mit dem Schloss Sanssouci verbunden, das von Friedrich dem Großen als Rückzugsort konzipiert wurde. Der Park, der das Schloss umgibt, erstreckt sich über 70 Kilometer Wege und bietet eine Fläche von rund 300 Hektar. Die Gärten sind mit kunstvollen Skulpturen und Brunnen geschmückt, und neben dem Hauptgebäude gibt es weitere kleinere Paläste wie die Orangerie, das Schloss Charlottenhof, das Drachenhaus und das Chinesische Teehaus. Der Park von Sanssouci ist öffentlich zugänglich und kann zu Fuß erkundet werden. Für eine Besichtigung des Schlosses Sanssouci gibt es Einzeltickets oder die Sanssouci+ Karte, die auch den Zugang zu den meisten anderen Schlössern in Potsdam ermöglicht. Wenn du planst, von Berlin aus einen Tagesausflug zu unternehmen, stehen auch geführte Touren zur Verfügung, die Anreise und Besichtigung für dich organisieren und einen sachkundigen Guide bereitstellen.

Neues Palais

Das Neue Palais, am westlichen Rand des Schlossparks gelegen, prunkt mit seinem Glanz und seiner Pracht. Errichtet als eindrucksvolles Pendant zum Schloss Sanssouci, vermittelt es den Eindruck von Luxus und Extravaganz. Friedrich der Große wollte mit diesem Palast bei seinen Gästen angeben und beeindrucken. Trotzdem ist einiges davon eher oberflächlich, wie etwa die aufgemalten Ziegelsteine aus Kostengründen und der Hohlraum unter der riesigen Kuppel. Im Inneren kannst du über 200 Räume erkunden, darunter den Grottensaal, der mit Muscheln verziert ist, und den Marmorsaal, der komplett aus weißem Stein besteht. Interessanterweise sind einige Teile der Universität Potsdam in den Nebengebäuden des Neuen Palais untergebracht, was ihn zu einem der wohl coolsten Orte zum Studieren macht!

Das Orangerieschloss

Das Orangerieschloss, Teil der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, wurde von Friedrich Wilhelms IV. auf einer Anhöhe erbaut und 1864 eröffnet. Mit majestätischen Säulen, detailreichen Statuen und einer markanten Doppelturmanlage erinnert es an italienische Villen und Paläste, was der Italienliebe des Erbauers zu verdanken ist. Im Inneren überrascht das Schloss mit dem Raffael-Saal, der rund 50 Werke des italienischen Künstlers präsentiert, wenn auch ausschließlich als Kopien, die dennoch an Schönheit kaum zu übertreffen sind. Ein weiteres Highlight sind die Pflanzenhallen, in denen besonders empfindliche Pflanzen überwintern und dank einer großen Glasfront ausreichend Sonnenlicht erhalten.

Orangerie Schloss

Brandenburger Tor

Das Brandenburger Tor in Potsdam sollte nicht mit seinem berühmteren Pendant in Berlin verwechselt werden, obwohl es tatsächlich älter ist. Es befindet sich zwischen dem Luisenplatz und der Fußgängerzone in Potsdams Altstadt, umgeben von zahlreichen gemütlichen Cafés. Die beiden Seiten des Tores wurden von verschiedenen Architekten entworfen, daher unterscheiden sie sich stark voneinander. Das Potsdamer Tor, erbaut 1770/71 von Carl von Gontard und Georg Christian Unger im Auftrag Friedrichs II., war sogar 20 Jahre älter als das Berliner Brandenburger Tor und wurde vom berühmten Konstantinsbogen in Rom inspiriert.

Schloss & Park Babelsberg

Das Schloss Babelsberg und sein ausgedehnter Park von über 130 Hektar gehören zu den prominentesten Sehenswürdigkeiten in Potsdam, gleich nach Sanssouci. Obwohl es einige Generationen später als Sanssouci erbaut wurde, präsentiert sich Babelsberg in einem ganz anderen architektonischen Stil, eher wie eine märchenhafte Burg mit weißen Türmchen und Zinnen. Diese prächtige Schlossanlage gehört ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Der Park Babelsberg bietet eine Vielzahl von Spazierwegen, weiten Wiesen und sogar Wasserfällen. Ein besonderes Highlight ist der Flatowturm, der gegen eine kleine Eintrittsgebühr besucht werden kann und von dessen Aussichtsplattform in 46 Metern Höhe man einen atemberaubenden Blick auf die Glienicker Brücke und die Altstadt von Potsdam genießen kann.

Das Schloss Babelsberg selbst, das ab 1833 als Sommerresidenz für den preußischen Prinzen Wilhelm erbaut wurde, strahlt märchenhaften Charme aus. Die Außenfassade vereint englische und Neugotik und ist geprägt von süßen Türmchen, Erkern und kunstvollen Fenstern, die zum Träumen einladen.

Am Alten Markt

Die St. Nikolaikirche am Alten Markt ist ein herausragendes Wahrzeichen in der Potsdamer Altstadt. Ursprünglich im klassizistischen Stil von Karl Friedrich Schinkel erbaut, beeindruckt sie mit ihrer markanten Kuppel, die majestätisch über dem Platz thront. Der Alte Markt, einst das Zentrum der historischen Altstadt, wurde während des Zweiten Weltkriegs schwer beschädigt, aber in den letzten Jahren liebevoll restauriert. Heute ist er nicht nur ein Ort der Besinnung, sondern auch ein lebhafter Marktplatz, Rathausplatz und Standort weiterer Sehenswürdigkeiten wie dem Alten Rathaus und dem ehemaligen Stadtschloss, das heute den Brandenburger Landtag beherbergt. Trotz der imposanten Schlösser ist die St. Nikolaikirche ein Symbol der Widerstandsfähigkeit der Potsdamer, nachdem sie zweimal zerstört wurde – einmal durch Feuer und dann im Krieg. Von der Aussichtsplattform in 42 Metern Höhe bietet sich ein atemberaubender Blick auf die Altstadt und die Havel.

Holländisches Viertel

Mitten in Potsdam liegt ein kleines Stück Holland: Das Holländische Viertel, bestehend aus 134 roten Backsteinhäusern mit weißen Fugen und geschwungenen Giebeln, wurde im 18. Jahrhundert errichtet, um den holländischen Gastarbeitern ein vertrautes Zuhause zu bieten. Heute ist dieses Viertel einer der reizvollsten Teile der Potsdamer Altstadt, gespickt mit Boutiquen, gemütlichen Cafés und Restaurants.

Das Holländische Viertel, direkt am Nauener Tor gelegen, ist eine einzigartige Sehenswürdigkeit und ein wahres Highlight in Potsdam. Es wurde von 1733 bis 1742 im Stil Amsterdams erbaut und von dem niederländischen Baumeister Jan Bouman geleitet. Die charakteristischen 134 Ziegelsteinhäuser mit ihren markanten Giebeln prägen noch heute das Bild des Viertels. Im Inneren finden sich kleine Boutiquen, urige Cafés und gemütliche Restaurants wie der Fliegende Holländer. Das Holländische Viertel lädt im Sommer zum Flanieren und im Winter zum Genießen von Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt ein. Jedes Jahr im April findet sogar das Tulpenfest in Potsdam statt, was das holländische Flair des Viertels unterstreicht.

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